ConsultingRe-Engineering Was ist Re-Engineering?Unternehmen und Unternehmer sind heute wesentlich heftiger und schneller mit den Herausforderungen eines steten Wandels in ihren angestammten Märkten und den diese bestimmenden Faktoren befaßt. Dem Veränderungsdruck begegnet ein Unternehmen mit einem Bündel geeigneter Maßnahmen, dass insgesamt unter dem Begriff Change Management zusammengefaßt wird. Je nach Anforderung des Marktes wird dieser Wandel in jeweils ganz unterschiedlichen Schritten nachvollzogen. Reengineering, in der Langform auch als business process reengineering (BPR) bezeichnet den Prozeß einer kompletten Neuorganisation der Geschäftsprozesse eines Unternehmens. Ein solcher Schritt ist für ein Unternehmen eine der größten Herausforderungen und wird meistens aus drei ,wenig alltäglichen, Situationen heraus getan. -
Das Unternehmen befindet sich in der Situation eines unangefochtenen Marktführers und hat genügend Zeit und Ressourcen, "die Konkurrenz noch zwei zusätzliche Lichtjahre abzuhängen". -
Das Unternehmen befindet sich kurz vor oder in der Insolvenz und nur die radikale Umstrukturierung verspricht das weitere Überleben zu sichern. -
Die Insolvenz wird erkennbar und unabwendbar eintreten, wenn sich im Unternehmen nicht Grundlegendes ändert. Was für Gesamtunternehmen gilt, kann natürlich auch direkt auf Konzernteile und -Sparten angewandt werden, sofern diese in Bezug auf Produkte und Marktumfeld vom Gesamtunternehmen hinreichend trennbar sind. Es ist sinnvoll, an dieser Stelle einen Blick auf die grundsätzlichen Veränderungen in den Märkten zu werfen um zu verstehen, wie tiefgreifend die Anpassung daran in einem Unternehmen sein müßte. Der größte Teil wirtschaftlichen Handelns ist heute noch bestimmt von tayloristischen Ansätzen. Massenproduktion, größtmögliche Arbeitsteilung, hochspezialisierte Ausbildung des Personals, lange Verweildauer in einer bestimmten Funktion, ausgefeilte Hierachie- und Kontrollebenen und langfristige Beibehaltung eingenommener Strukturen sind im Prinzip die Antworten des 19./20. Jhdt auf die Herausforderungen der Industriellen Revolution. Die Rahmenbedingungen in den Märkten haben sich demgegenüber entscheident verändert: -
Emanzipation der Kundschaft "Der Kunde" ist heute in hohem Maße und sehr zeitnah über den Markt und das Umfeld seiner Produkte informiert. Er hat ein exakte Vorstellung davon, welche Vorteile das Produkt für ihn haben muss und ist nicht bereit Abweichungen zu tolerieren. Produkte und Investitionsgüter verlieren ihren materiellen Aspekt. Statt dessen tritt der Problemlösungsaspekt in den Vordergrund. Die Spitzenleistung eines Unternehmens wird morgen schon als selbstverständlicher Standart gefordert. Das Informationsgefälle zwischen den Marktteilnehmern, der Antrieb der Märkte, sinkt stetig. -
Fortschreitende Segmentierung des Marktes Die Emanzipation des Kunden führt dazu, dass jeder Kunde ein exakt auf ihn passendes Angebot verlangt. "Die Kundschaft" zerfällt kaleidoskopartig in schnell wechselnde Subsegmente mit jeweils unterschiedlichen strategischen Anforderungen und Positionen der Unternehmen (Preisführerschaft/ Qualitätsführerschaft/ Problemlösungskompetenz). -
Stärkere Konkurrenz Die Permeabilität von Märkten verändert im Zusammenhang mit der Globalisierung die Anzahl und Zusammensetzung des konkurrierenden Umfeldes. Mehr Konkurrenten erhöhen die Anzahl zeitgleich konkurrierender Problemlösungen und Innovationen. -
Permanente Veränderung Die vorigen Punkte bewirken absehbar und erfahrbar, dass sich die Märkte zunehmend schnell verändern. Kürzere Entwicklungszyklen, kürzere Produktlebenszyklen, kürzere Amortisationszeiten, verkürzte Reaktionszeiten und schnelle, sofort einsetzende, Entwertung von Marktinformationen und Erfahrungswerten, sind die Folge. Diesen Herausforderungen kann ein Unternehmen in den tayloristischen Strukturen nicht mehr folgen, nur durch grundsätzliche Flexibilität und permanente Veränderung des Unternehmens wirksam begegnet werden. Reengineering ist der Prozess der fundamentalen Neukonstruktion, des radikalen Umbaus und anschliessender Re-Implementierung aller geschäftserheblicher Prozesse. Auf den Prüfstand werden die Effektivität, also die inhaltliche Ausrichtung des Unternehmens (Welche Märkte? Welche Strategien?) und erst danach die Effizienz (Wie machen wir das?) gestellt. Kernfrage ist dabei: "Welchen Beitrag liefert welcher Prozeß zum Markterfolg und zur Kundenzufriedenheit?". Dabei werden auch alle bisherigen Regeln und Annahmen bewußt neu hinterfragt. Der Effekt dieser Vorgehensweise ist ein Unternehmen, dass die meisten Ineffizienzen, Reibungsverluste sowie historisch und menschlich bedingte Betriebsblindheit und Scheuklappendenken hinter sich läßt. Nachdem alles hinterfragt und durchdacht wurde, sind Mitarbeiter und Management mit alles aspekten des Unternehmens bestens vertraut und die Motivation entsprechend hoch. Die Risiken, das ein solcher Prozeß scheitert oder nicht die notwendigen Verbesserungen erbringt sind sehr groß. Dementsprechend ist Reengineering in Bezug auf die Vorbereitung und Durchführung des Prozesses äusserst anspruchsvoll und beratungsintensiv. Er bedarf einer hervorragenden Kommunikation zwischen Management, Mitarbeitern, Kunden und der weiteren Öffentlichkeit ("Stakeholder"). Was bringt Ihnen Re-Engineering? - Die Vorteile eines erfolgreichen Reingeneering liegen in der dramatischen Verbesserung kritischer Erfolgsgrößen (Kosten, Qualität, Geschwindigkeit, Innovation, Service).
- Ihr Unternehmen ist in den erfolgversprechendsten Märkten Ihres Segmentes gut aufgestellt.
- Management und Mitarbeiter haben wertvolle Erfahrungen im Change Management gesammelt und können auf weitere Veränderungen im Markt gut reagieren.
- Die Motivation aller beteiligter Mitarbeiter ist besonders hoch.
- Nichts im Unternehmen ist Ihnen mehr fremd.
Was ist Re-Engineering nicht? Reengineering unterscheidet sich von anderen Methoden der Erfolgsteigerung durch seinen radikalen Ansatz. Insbesondere ist Reengineering nicht mit Restrukturierung zu verwechseln, weil es nicht darum geht, das Unternehmen in seinem Bestand auf hinreichend rentable Bestandteile zurückzuschneiden, sondern das gesamte Unternehmen komplett umzustellen. Von der Reorganisation unterscheidet sich Reengineering in seinem prozeßorientierten Ansatz. Es geht nicht darum, Fehler im Organisationsaufbau zu beseitigen, sondern die zu Grunde liegenden Prozeße neu zu gestalten. Qualitätsmanagement (TQM) und Reengineering haben eine ähnliche Zielrichtung, unterscheiden sich aber in ihren Auswirkungen, denn TQM optimiert nur bestehende Prozeße, ohne diese grundsätzlich in Frage zu stellen. Für nähere Informationen zum Thema Re- Engineering kontaktieren Sie uns bitte per E-mail oder telefonisch.
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